Schule ohne Rassismus

Vielfalt“Schulen ohne Rassismus –Schulen mit Courage“ verpflichten sich bei jeder Art von Diskriminierung, insbesondere Rassismus mit Zivilcourage einzugreifen – in der Schule und in ihrem Umfeld. Jeden Menschen als gleichwertig zu achten, auch und gerade wenn sie oder er anders ist, ist die zentrale Botschaft des Netzwerkes “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Diese Worte hält sich unsere Schule immer wieder vor Augen und versucht durch viel Engagement auch anderen Menschen diese Botschaft näher zu bringen.

Im September 2012 veranstalteten wir eine Projektwoche zum Thema „Vielfältig und tolerant“. Die Kinder haben viele Informationen zu den Themen Vielfalt, Toleranz, Gemeinschaft und zu den verschiedenen Herkunftsländern der Fine–Frau-Kinder aus aller Welt gesammelt.

Zwei Klassen haben gemeinsam in einer Umfrage die Herkunftsländer aller Schülerinnen und Schüler der Fine-Frau-Grundschule erfragt. Insgesamt gingen in dem Schuljahr 231 Kinder aus 32 verschiedenen Nationen in unsere Schule. Sie alle unterstützen das Projekt „Schule ohne Rassismus“ und treten für folgende Verpflichtung der Menschen in der Fine-Frau-Grundschule, Am Wasserfall 26, 44149 Dortmund ein:

Wir wollen uns gegenseitig achten und alle Menschen, die uns an dieser Schule begegnen, so annehmen wie sie sind. Wir wollen uns mutig einsetzen, wenn in unserer Gegenwart Menschen geärgert oder verletzt werden.

Während der Projektwoche wurden afrikanische Trommeln, Spiele aus aller Welt, Expertenplakate zu den verschiedenen Ländern und typische Speisen u.v.m. hergestellt. Am Tag der offenen Tür wurden die Ergebnisse präsentiert, es wurde u.a. ein afrikanisches Theaterstück aufgeführt und es gab Mitmachangebote in den Klassen. Alle Kinder, Lehrkräfte und Mitarbeiter der Fine-Frau-Grundschule sowie zahlreiche Eltern treten für die o.g. Verpflichtung ein.

Im Rahmen des 50-jährigen Schuljubiläums wurde uns das Zertifikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ offiziell übergeben. Jeder wird seitdem über dem Schuleingang mit diesen Worten an unserer Schule herzlich willkommen geheißen.

Im Rahmen der Dorstfelder Festwoche veranstalteten wir im Juni 2014 das „Fest der Vielfalt“. Für die Kinder standen viele Angebote wie Kinderschminken, eine Street-Kickanlage, sowie viele kreative und sportliche Aktivitäten zur Verfügung. Gemeinsam ohne Rassismus spielten, sangen, bastelten und aßen die Kinder auf dem Fest der Vielfalt. Die Fini-Dancers und das JeKi-Orchester hatten einen gelungenen Auftritt. Als Highlight hatten alle Kinder unserer Schule eine Girlande aus Kindern gebastelt, die sich an den Händen halten und sowohl den Zusammenhalt als auch die Individualität jedes einzelnen Kindes hervorheben.

Im Juni 2017 haben die Viertklässler mit Frau Niermann sowie Herrn Roshol vom Jugendring Dortmund im Rahmen des Projekts: „Erinnern für die Zukunft“ an den Themen: „Freundschaft, Toleranz und Zivilcourage“ gearbeitet. Dabei haben sie sich mit verschiedenen Menschen, deren Kulturen und Religionen beschäftigt. Als „Schule ohne Rassismus“ ist uns wichtig, über den „Tellerrand“ hinaus zu schauen und die Vielfalt der Menschen und ihrer Geschichten als Bereicherung zu sehen. Einer der Schwerpunkte des Projekts war die Beschäftigung mit der Lebensgeschichte von Anne Frank. Sie hat sich im 2.Weltkrieg verstecken müssen, wie auch viele andere verfolgte Menschen. Ein Ort, an dem sich viele Menschen in dieser Zeit versteckt haben, war die Stadt Aalten, die direkt hinter der deutsch-niederländischen Grenze liegt. Deshalb sind wir am 11.05.2017 gemeinsam in das „Versteckmuseum Markt 12“ www.markt12.nl nach Aalten gefahren. Dort konnten die Kinder in der Ausstellung, die speziell für Kinder dieser Altersstufe angelegt wurde, einen Einblick bekommen, wie Menschen zu dieser Zeit – und auch in diesem Haus- gelebt haben. Besonders beeindruckend war ein Versteck auf dem Dachboden des Hauses, das im Krieg tatsächlich für viele Menschen ein Zufluchtsort war. Bei einer „Spurensuche“ durch das Museum gab es viel zu sehen. Auch wurde die Aaltener Synagoge besucht. Dort hat Herr Kuiper Dinge aus dem jüdischen Glauben erklärt und gezeigt. Außerdem durfte die Thora angeschaut werden und einige Kinder wollten gern einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn man einen Gebetsmantel umgelegt hat. Ebenfalls wurde ein „Erkundungsgang“ zum Dorstfelder Friedhof und zum Wilhelmsplatz gemacht. Dort wurde geschaut, wo früher die Synagoge stand.