Sprachförderung

An unserer Schule haben viele Kinder eine Zuwanderungsgeschichte. Dabei überwiegen Kinder mit türkischsprachigem, gefolgt von arabischem, polnischem und anderem Sprachhintergrund.

Die Kinder haben teilweise einen geringen Wortschatz, Hemmschwellen zu sprechen, Schwierigkeiten mit der Grammatik und dem Formulieren von Sätzen und Texten. Auch das Lesen und das Verstehen des Gelesenen fällt manchen Kindern schwer. Ziel ist daher diese Schwierigkeiten zu beheben.

Dies geschieht bei uns auf unterschiedliche Art und Weise.

 

Integrationsprojekt "Wir werden Deutschsprecher":

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“ wusste schon Wilhelm von Humboldt (1767-1835).

Unter dem Projekttitel „Wir werden Deutschlehrer“ betreuen angehende Sprachtherapeutinnen der maxQ.-Schule für Logopädie Dortmund seit einigen Jahren die Kinder aus Zuwanderer-Familien an unserer Schule. Ziel ist es, die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu steigern.

Zusätzlich zum Deutschunterricht vermitteln die Auszubildenden einmal wöchentlich die sprachtherapeutischen Grundlagen zur Beherrschung der deutschen Sprache. In Gruppensetting werden die Kinder mittels pragmatischer Sprachübungen dazu befähigt, alltägliche Situationen erfolgreich zu meistern. Schwerpunkte bilden dabei alltagsrelevante Kontexte. Dabei zielt die Sprachförderung zum einen auf das Verstehen bestimmter wichtiger Sprachstrukturen ab. Zum anderen soll bei den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern generell das Interesse am Erwerb der neuen Sprache geweckt werden. Wichtige Grundlagen zum besseren und bewussteren Verstehen einer Fremdsprache werden im Bedarfsfall mitgefördert – so zum Beispiel die auditive Wahrnehmung und die phonologische Bewusstheit. Die positiven Ergebnisse begeistern sowohl die Kinder als auch die Lehrkräfte unserer Schule.

Im Rahmen der Talentförderung im Ruhrgebiet wurde das Grundschulprojekt der Logopäden mit dem TalentAward Ruhr 2015 ausgezeichnet. Einen Teil des Preisgeldes spendeten die jungen Nachwuchstalente unserer Schule, damit neue Materialien für den Spracherwerb angeschafft werden können. Für die großzügige Spende bedanken wir uns und freuen uns weiterhin auf gute Zusammenarbeit.  
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Dortmunder Modell:

Das Dortmunder Modell ist ein Förderprojekt zur Erweiterung der sprachlichen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler.

In allen Fächern steht die Sprache im Vordergrund, so dass Sprachkompetenzen im Deutschen eine wichtige und unabdingbare Voraussetzung für alle Schülerinnen und Schüler darstellen. Kinder, die hier Schwierigkeiten aufweisen, werden in Kleingruppen von Lehramtsstudentinnen und -studenten der TU Dortmund gefördert.

Der Förderunterricht fördert das Lesen, Schreiben, Sprechen und Verstehen im Deutschen, verbindet dabei sprachliches und fachliches Lernen und vertieft letztendlich das Verständnis kulturellen Miteinanders. Für uns als „Schule ohne Rassismus“ stellt die Sprache Deutsch ein Verbindungspunkt und die Basis aller Kommunikation im Unterricht und im Schulalltag dar.

Zur Zeit werden bei uns zweimal wöchentlich Schülerinnen und Schüler der beiden 4. Klassen sowie der beiden Willkommensklassen in insgesamt fünf Kleingruppen unterrichtet. Dabei hospitieren die DoMo-Lehrerinnen und –Lehrer sowohl in den entsprechenden Klassen, um den aktuellen fachlichen Unterrichtsinhalt zu kennen sowie die Schülerinnen und Schüler im Regelunterricht zu unterstützen und mögliche Bausteine zu erkennen. Im Förderunterricht wird auf die individuellen Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler eingegangen, um jeden bestmöglich zu fördern und um das Sprachverständnis im Fachunterricht zu verbessern.